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Gestern konnte ich die Evaluation der drei Merkmalsextraktoren endlich abschließen. Eigentlich wollte ich schon vor Weihnachten fertig sein, aber die Fehlersuche hat sich – wie immer – als umfangreicher als gedacht herausgestellt. Die Daten sind ganz gut dafür, dass die Extraktoren relativ simple sind. Jetzt stürze ich mich mit gutem Gewissen auf die Folien für die Zwischenverteidigung.

Freemind

Da mein Rechner gerade voll mit der Evaluation der drei Merkmalsextraktoren beschäftigt ist, will ich kurz die Mind Mapping Software Freemind vorstellen. Freemind hat mir große Dienste bei der Organisation und der Visualisierung meiner Literaturrecherche erwiesen und ich denke, dass fast jeder, der wissenschaftlich arbeitet, auch davon profitieren kann.

Screenshot Freemind

Die Software verhält sich grundsätzlich sehr intuitiv. Zuerst wird der Hauptknoten angelegt und dann die einzelnen Unterknoten. Wobei diese per Drag/Drop _und_ Tastatursteuerung bearbeitet und verschoben werden können. Zur Übersicht kann man einzelne Knoten und deren Unterknoten ein und ausblenden. Mit den Buttons auf der rechten Seite kann man Knoten markieren und über das Menü lassen sich die Knoten von ‘Wolken’ umhüllen. Diese Funktionen habe ich aber noch nicht genutzt. Das liegt unter anderem da dran, dass diese Markierungen beim Export der Map in eine Gliederung nicht mit übernommen werden.

Das Hauptmanko, sehe ich zudem in den fehlenden Möglichkeiten die Mindmap visuell zu gestalten, ohne jeden Ast sich einzeln durch die Menüs hangeln zu müssen. Es gibt zwar eine Auto Layout Funktion, die sich aber nicht konfigurieren lässt. Weiterhin zeigt er beim Suchen immer nur die erste Fundstelle an. Das macht die Arbeit mit größeren Mindmaps nervig.

Für Freemind spricht, dass es open source ist und der Einstieg wirklich leicht von der Hand geht.

Daily Routine

Als kleines nachträgliches Weihnachtsgeschenk will ich eure Neugier befriedigen und einen Einblick in meine Arbeitsalltag beim Fraunhofer gewähren. Da die Chance so bald nicht wieder kommen wird, habe ich mir den Luxus erlaubt und bin jeden Morgen ohne Wecker in den Tag gestartet. So tauche ich dann meist zwischen zehn und zwölf Uhr am meinem Arbeitsplatz auf. Wenn es schon 12h ist, gehe ich gleich weiter zur Mensa. Nach einem meist diskussionswürdigen Essen lese ich meine E-Mails. Danach folgen dann die wichtigen Aufgaben. Bemüht mich nicht zum Kickern oder Tratschen hinreißen zu lassen, arbeite ich meistens konzentriert bis Abends durch, um dann die letzten Minuten vor dem Ladenschluss zu nutzen, noch notwendige Geschäfte zu erledigen oder mir ein paar Brötchen und ne Tütensuppe als Abendbrot zu kaufen. Wenn nichts extern zu erledigen ist und das Wetter es zulässt, besuche ich die Enten an Den Teichen. (Ja, Die Teiche) Danach gehts mit neuem Elan weiter, bis zwischen neun und zehn alle Aufgaben für den Tag abgeschlossen sind oder sich trotz Abendbrot wieder Hunger entwickelt. Zuhause esse ich noch was kleines, erledige noch ein, zwei Stunden privates im Netz und lege mich dann mit einem Buch zu Bett. Zuletzt gelesen und gemocht: „Influence, The Psychology of Persuasion“.  Ein Buch für alle wie mich, die wissen wollen warum sie zu oft ja sagen.

Die reichlichen „Überstunden“, die ich mir so ansammele gingen bisher meistens in Form von verlängerten Wochenenden außerhalb von Ilmenau oder Konzertbesuchen und Ausflügen drauf.

Ob es die nächsten Wochen so weiter gehen kann, ist ungewiss. In den letzten Wochen bin ich immer später aus dem Bett gekommen und ich musste feststellen, dass Wochenendausflüge keine wirkliche Erholung sind und auch kaum Muße bieten. Auf die bin ich aber angewiesen, da die besten Ideen mir halt nicht am Arbeitsplatz kommen. Ich werde wahrscheinlich meinen Wecker wieder in Dienst stellen, um jeden Tag zur gleichen Zeit aufzuwachen und so mehr Routine und Tageslicht zu haben. Ich denke 9h ist eine gute Zeit.

So und zum Ende noch ein paar Photos zur Belohnung nach dem langen Text:

Zwischenstand

Hier ein kurzes Update:

Ich arbeite viel, aber die Erfolge lassen gerade ein bisschen auf sich warten. Letzte Woche habe ich mit meinen Betreuern den Termin für die Zwischenverteidigung auf den 16. Januar gelegt. Was bis dahin noch alles gemacht werden muss, werde ich mir diese Woche überlegen.

Und falls ich nicht mehr dazu komme hier schonmal:

Ich wünsche euch allen ein frohes Fest und einen guten Rutsch! – Grüße aus dem Thüringer Wald.

Ludwig

aber ich habe ihm ein Auto gekauft.

Der Vergleich hinkt zwar, aber … egal.

Hier die aktuellen Diagnosen und Therapien.

Das erste Problem waren die Fehlermeldungen wegen zu wenig Speicher. Das liegt anscheinend an Java, auf das Matlab für seine Oberfläche zurückgreift. Java scheint es bei meinem schwachbrüstigen Notebook nicht zu vertragen, wenn ich über die Oberfläche auf meine Datenstrukturen, in der alle Bilder in unterschiedlichen Transformationen gespeichert sind, zugreife und bringt damit komplett Matalb in die Knie. Das kann ich halb umgehen, in dem ich erstmal nicht mehr auf meine Datenstruktur per Hand zugreife, sondern Funktionen benutze. Es hilft auch, wenn ich vorher die ganze andere Software schließe, die ich noch so am laufen habe.

Das andere Problem war, dass er für einen Durchlauf unangenehm lange brauchte. Die Übeltäter konnte ich identifizieren und insofern unschädlich machen, dass ich deren Ergebnisse nach dem ersten Durchlauf (über Nacht) einfach speichere und dann nur noch auf die gespeicherten Daten zurückgreifen.

Soviel dazu…. vielleicht rüste ich mein Notebook auch noch auf 2gig Speicher auf. Das wäre zwar kein neues Auto, aber vielleicht ein … mhm … wem eine Auto-Metapher zu RAM einfällt, den lade ich zum Kaffee ein!

So, Biber und jetzt mach mal hin. Es ist fast halb eins und ich will wissen wie der Testlauf ausgegangen ist, bevor ich nach Hause aufbreche…

Beim Überarbeiten meiner Notizen stehe ich wieder vor der alten Frage. Übersetze ich englische Fachbegriffe ins Deutsche? Und wenn ja, welche und welche nicht? Und wie? Mit Bindestrich oder zusammengeschrieben?

Da meine komplette Fachliteratur in Englisch ist, tue ich mir damit echt schwer. Kurz habe ich nochmal darüber nachgedacht, meine Diplomarbeit auf Englisch zu schreiben. Diese Idee habe ich aber schnell wieder verworfen. Mein halbes Jahr in Irland hat mich gelehrt, wie schwierig es ist, auf Englisch einen gut lesbaren und wissenschaftlichen Text zu schreiben. Klar, würde man beim Schreiben das Englisch lernen, aber ich glaube, dass es mich unverhältnismäßig von den wichtigen Sachen ablenken würde. Weiterhin ist mir bewusst, wie viel schwerer es ist, mit einer deutschen Arbeit in der wissenschaftlichen Gemeinschaft Beachtung zu finden, aber wenn was beachtenswertes herauskommt, dann würde ich halt einen Paper darüber schreiben. Das wären halt nur ein paar Seiten und nicht gleich hundert.

Nach reiflich Nachdenken bin ich also zu dem Schluss gekommen: Ich werde alle englische Fachbegriffe übersetzen, solange es eine gebräuchliche deutsche Übersetzung gibt. Hört sich simpler an, als es ist. Heute habe ich mit Marco eine halbe Stunde gestritten wie man Spatial Domain vs. Transformation Domain übersetzt. (Für Vorschläge bin ich offen). Wahrscheinlich schreibe ich morgen mal eine Rundmail im Fraunhofer…

Wie in dem früheren Artikel beschrieben, hatte ich Probleme mit meinen Backups. Plötzlich waren alle Daten auf der USB Festplatte genau eine Stunde neuer als die auf meiner internen Festplatte. Wie ich nach einigem Googlen herausgefunden habe, lag das an den unterschiedlichen Dateisystemen. Meine USB Festplatte ist Fat32 und meine Notebook Festplatte ist NTFS formatiert. Der entscheidende Unterschied ist, dass Fat32 nur die Uhrzeit der letzten Dateiänderung aber NTFS sowohl Uhrzeit als auch die Zeitzone speichert. Eigentlich ein sinnvolles Merkmal. Bei der Umstellung auf Winterzeit z.B., wurden dadurch die Zeitstempel auf angepasst. Aber halt nur auf der internen Festplatte.

Eine ausführliche Erklärung gibts bei Chip.de.

Dem Lösungsvorschlag kann ich mich aber nicht anschließen. Ich empfehle, einfach beide auf das gleiche Dateisystem umzustellen. In diesem Fall NTFS, welches FAT überlegen ist.

Wer seine Arbeiten mit Latex erstellt, kennt das Problem mit dem Korrekturlesen. Es gibt keine Möglichkeit mit dem kostenlosen Acrobat Reader in PDFs Anmerkungen oder Kommentare zu hinterlassen. Was dazu führt, dass man im Prozess des Fehlervernichtens den ganzen Quark ein halbes dutzend mal ausdruckt und sich fühlt, als hätte man einen kompletten Baum auf dem Gewissen.

Aber Hilfe naht. Der kostenlose, aber nicht Quellen offene, Foxit Reader erlaubt es in PDFs Kommentare, Anmerkungen und Markierungen so zu hinterlassen, dass diese auch in anderen PDF Programmen, wie dem Reader, angezeigt werden können. Im aktuellen Akrobat Reader V8 , mit dem ich es getestet habe, gibt es auch noch die Möglichkeit sich eine Liste aller Kommentare anzeigen zu lassen, was sich bei vielen Anmerkungen bezahlt macht.

Das funktioniert natürlich auch mit Flyern oder anderen Design Entwürfen in PDF Form.

Einschränkend muss man noch sagen, wirbt der Foxit Reader beim Hinterlassen von Kommentaren für die Pro Version, die dann den kleinen Werbetext verschwinden lässt, den Foxit auf den Seiten hinterlässt. Für den privaten Gebrauch sollte das aber unerheblich sein.

Foxit @ Wiki

Foxit Download

p.s. ne Linux Version gibts auch

Ich hatte die Woche Probleme mit dem Backup meiner privaten Daten. So wies aussieht, lag das an der Zeitumstellung. Morgen werde ich einen im Netz gefundenen Workaround ausprobieren. Wenn er funktioniert, werde ich ihn zusammen mit einer Fehlerbeschreibung präsentieren.

Seit ihr auch betroffen und was nutzt ihr für Backups?

GUI EvalBiber V1

GUI EvalBiber V1

Heute bin ich gut vorangekommen. Aufgedreht durch den Sport, konnte ich den EvalBiber in den ruhigen Abendstunden von 20h bis 22h fast fertigstellen. Er kann jetzt Bilder einlesen, deren Histogramme berechnen, diese mit einem Referenzhistogramm vergleichen, der Ähnlichkeit nach sortieren und darstellen, den Recall ausgeben und auch noch berechnen, wie lange das alles gedauert hat. Und das alles passiert, wenn man auf einen Knopf drückt! No more Kommandozeile! Weiterhin habe ich darauf wertgelegt, die Teilbereiche modular in functions auszugliedern, dass ich leicht neue Merkmalsextraktoren, Evaluationsverfahren und andere Funktionen einbauen kann.

Morgen lese ich noch ein paar Evaluationsverfahren nach, um diese dann noch bis Ende der Woche zu implementieren. Auch ist noch nicht ganz klar, wie die Testdatenbank auf Dateiebene aussehen wird, so dass ich das auch noch nicht fertig eingebaut habe.

So far, so good.

Update Zeitplan:

Testframework in Matlab 80%

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